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Ausbreitung der Radiowellen

Ausbreitung der Radiowellen

Die Rundfunksender strahlen ihre Energie in Form von elektromagnetischen Schwingungen aus. Dabei werden Boden- und Raumwellen erzeugt. Je nach Sendefrequenz (Wellenlänge) erfolgt die Verbreitung jedoch sehr unterschiedlich.

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Im Längst- und Langwellenbereich folgt die Bodenwelle der Erdkrümmung und ist bei genügender Sendeleistung rund um den Erdball verbreitet. Nach obenhin wird sie durch die Ionosphäre begrenzt. Lediglich Hindernisse wie Gebirge bilden Schattenzonen in denen der Empfang ausbleibt, dahinter ist er jedoch wieder vorhanden. Der Tag- und Nachtempfang ist gleich gut.


Im Mittenwellenbereich sind die Empfangsverhältnisse sehr unterschiedlich. Während am Tag lediglich im Bereich der Bodenwellen der Empfang sichergestellt ist, werden die Raumwellen von der Ionosphäre nicht zurückgeworfen.

Nachts dagegen ist die Ausbreitung über größere Entfernungen durch reflektierte Raumwellen möglich, dafür treten im Nahbereich (Flatterzone) Empfangs -schwankungen auf. Je nach Senderfrequenz nimmt die Ausprägung der Reflektion zum kurzwelligen Ende hin bei 1500 KHz (200m) wesentlich zu.

Der Kurzwellenbereich 5,4 bis 26,1 MHz ( 49 –11m-Band) ist nicht für den Nahempfang geeignet. Die Bodenwelle reicht nur ca. 30 Km und die 1. Raumwelle trifft erst nach weiteren 100 Km wieder auf der Erde auf. Durch verschiedene Abstrahlwinkel der Raumwellen und deren Reflektionen an der Ionosphäre wandern die Wellen auf weite Entfernungen rings um den Erdball. Das Verhalten der Kurzwellen ist je nach Frequenz bei Tag und Nacht verschieden. Grob betrachtet sind die Wellen von 10 bis 18 Metern Tagwellen, die Wellen von 25 bis 40 Metern Nachtwellen. Der Bereich von ca. 19 bis 24 Metern wird als Übergangswellen angesehen. In früheren Zeiten spielten die Kurzwellensendungen eine große Rolle. Zur besseren Übersicht, wann welcher Sender zu welcher Zeit auf welcher Frequenz sendet, gab es besondere Hilfsmittel wie z.B. die Kurzwellenuhr.
Eine Beeinträchtigung des Empfangs, die besonders im Kurzwellenbereich auftritt, besteht im sogenannten Fading (Schwund) durch unterschiedliche Laufzeiten zusammentreffender Raumwellen.

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